Prag ist eine wunderschöne Stadt, die durch ihre überschaubare Größe auch wunderbar für einen Wochenendausflug taugt. Aber was muss und was kann man eigentlich links liegen lassen?

In jedem Reiseführer über Prag findet man wahrscheinlich Hradschin, Astronomische Uhr und so manch anderen Touristenmagneten. Natürlich sollte man sich alle diese Dinge ansehen, aber wenn man nur kurz in Prag weilt, geht es ja eher um die Atmosphäre. Darum finde ich persönlich es auf einem Städtetrip immer wichtig, die Städte zu erkunden und in ihrer Schönheit auf sich wirken zu lassen. Bei Prag ist das kein großes Kunststück. Mein letzter Aufenthalt endete mit einem wunderschönen, wenn auch anstrengenden Spaziergang, der die Stadt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt.

Fahrt zur Station Malostranská und erkundet hier erst einmal die nähere Umgebung. Der Weg führt direkt in DAS Erholungsgebiet der Prager, den Letenské sady, einen riesigen Park, der von dieser Seite aus über Stufen zu erreichen ist. Nicht ganz unanstrengend, aber dafür hat man oben einen wunderschönen und vor allem kostenlose Blick auf die gesamte Stadt samt Moldau und den vielen Brücken. Wandert ein wenig im Park umher und nehmt dann wieder den Weg nach unten, so dass ihr auf Höhe der Čechův most wieder auf die Altstadtseite wandern könnt. Von hier geht ihr nun einfach entlang der Moldau die Brücken ab in Richtung Süden. Wer noch Lust hat kann direkt auf Höhe der Karlsbrücke (die man sich natürlich unbedingt auch anschauen muss) einen der Türme besteigen oder hier in die Altstadt abbiegen. So kann man Prag erleben und so richtig nachvollziehen, was Kafka und seine Schriftstellerkollegen so an der Stadt gefesselt hat.